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Links - Wetter

Bereits Mitte März 2016 habe ich die Gelegenheit bei der Überführung eines Segel-Cat von Griechenland nach Belgien als Crewmitglied teilzunehmen.
Wir starteten am 16. März mit dem Flieger nach Athen.

Der Überführungstörn von Kilada (Griechenland) nach Belgien in nüchternen Zahlen
Di 22.03. bis Do. 28.04.2016
2880 sm gesamt
Zeit gesamt 38 Tage
Davon auf See 20,5 Tage
Zahlreiche Erlebnisberichte sind im Bord-Tagebuch nachzulesen.


Hannes Cramer (Skipper) / Gert Behrje / Rainer Wäsch

Die Bootsüberführung erfolgt im Auftrag eines belgischen Eigners durch Vermittlung des Yachtmaklers cat sale.


Kreuzercat Corsair 3600
Länge 11,0 m / Breite 6,80m / Tiefgang 0,90m
Segelfläche 78 qm
2 Volvo Penta-Saildrive mit je 27 PS
3 Kabinen und 2 WC



Wir übernehmen das Boot in Kilada im Argolischen Golf, nicht sehr weit von Athen.
Durch den Kanal von Korinth werden wir über den Golf von Patras ins Ionische Meer gelangen und Griechenland westwärts verlassen mit Kurs auf die Straße von Messina bei Sizilien.
Nachfolgend Infos zum Hafen von Kilada und zu den Seegebieten, die wir in Griechenland befahren werden (www.esys.org):
Kilada
Argolischer Golf
Saronischer Golf
Kanal von Korinth
Golf von Korinth
Golf von Patras

Helenic National Meteorological Service

Die malerische Bucht Kilada - der 6,3 km lange und 24,6m breite Kanal von Korinth mit seinen bis 80 m aufsteigendenden senkrechten Felswänden - die 2.883 m lage Rion-Brücke bei Patras hinüber zum Peloponnes - wir sind gespannt.

Klick
macht
Groß


Das Mittelmeer wird zu weiten Teilen von Hochgebirgen eingerahmt. Anders als im Atlantik sind daher die oberflächennahen Winde vom großräumigen Wettergeschehen oftmals abgekoppelt. Das macht die Vorhersage in diesem Bereich so schwierig.
Außerdem wird der Gradientenwind so stark durch die Topografie gestört, das aus den Isobarenkarten kaum Aussagen über Windrichtung und -stärke zu machen sind.

Im Mittelmeer gibt es einige charakteristische Windsysteme (z.B. Mistral, Scirocco, Vendeval und Levante) die sogar mit Sturmstärke das Wetter prägen können (vor allem im Jan und Feb). Ansonsten dominiert vor allem im Sommer die Thermik das Windgeschehen: Auflandiger Wind ab dem späten Vormittag bis in die frühe Nacht und leichterer ablandiger Wind in der zweiten Nachthälfte.
Die genannten starken Winde dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, daß im Mittelmeer zu 50% Schwachwind und Flaute vorherrschen, im Sommer sogar zu 70%.

Unglücklicherweise herrscht im westlichen Mittelmeer (ab Sizilien westlich) übewiegend NW-Wind – nicht gerade vorteilhaft für unseren Kurs (siehe Grafik für April)


Kurz zu den genannten Windsystemen, mit denen wir unter Umständen zu tun bekommen:
Mistral
Der Mistral wird durch eine Kaltfront eingeleitet, die aus Nordwesten in das Mittelmeer vorstößt.Starker, stürmischer Wind kann dann ausgehend vom Golf von Lyon bis in das Seegebiet zwischen den Balearen und Korsika/Sardinien vordringen.
Scirocco

Der Schirokko ist ein warmer Südwind, der gleichmäßig weht und wenig Böen vorweist. Oft sind es 6 Beaufort, selten mehr. An der nordafrikanischen Küste startet er trocken und heiß; über dem Mittelmeer nimmt er Feuchtigkeit auf und wird deshalb weiter im Norden sehr schwül. Meistens zeigt er sich im Frühjahr und Herbst.
Vendeva
l
Ein starker SW-Wind mit Böen und Gewitter besonders zu Frühjahrsbeginn und Spätherbst zwischen Nordafrika und der spanischen S/SE-Küste und kann bis zur Westküste Sardiniens reichen. Er entsteht durch Tiefdruckgebiete über Spanien. In der Straße von Gibraltar dann Verstärkung durch Düsenwirkung!
Levante

Der Levante ist ein kräftiger Ostwind an der spanischen Mittelmeerküste, insbesondere im Alboranmeer und in der Straße von Gibraltar. Hier kommt noch der Düseneffekt hinzu. Am meisten bläst er zwischen Oktober und April mit einem Maximum von Dezember bis Februar.
Weil der Levante meist eine längere Strecke zurücklegt, gibt es durch diesen langen fetch einen hohen Seegang. In der Straße von Gibraltar läuft der Seegang gegen die vom Atlantik zum Mittelmeer gerichtete Strömung: kurze und steile Wellen sind die Folge. Eine unangenehme Kreuzsee gibt es auch bei der Reflexion des Seegangs an Felsenküsten.
Meltemi

Mit diesem im östlichen Mittelmeer den ganzen Sommer wehendem Wind, werden wir es wohl kaum zu tun bekommen. Dessen Saison beginnt erst im Mai.

Weitere Einzelheiten zum Segelrevier und Wetter im Mittelmeer sind auch unter Skipperguide nachzulesen.


DWD(Westliches Mittelmeer) incl. Stationsmeldungen für Mobil-Tel

Passageweather Mittelmeer